Zunftgeschichte

Dank seiner besonders ruhigen und sonnigen Lage ist Witikon, die "Stadt auf dem Berge", ein bevorzugtes Wohnquartier. So fand denn die 1976 aufkeimende Idee einer Zunftgründung ein lebhaftes Echo.
Am 28. Januar 1977 wurde der Gründungsverein Zunft Witikon ins Leben gerufen. Er vereinigte interessierte Witiker an einer Zunftgründung zu einer zielstrebigen Gemeinschaft. Zahlreiche Anlässe sorgten für ein zünftiges Leben und an unzähligen Sitzungen wurde die Vorbereitung zur Zunftgründung getroffen. Zu nennen sind hier die Herstellung der Kostüme, die Ausarbeitung der Satzungen und die Konsolidierung der Finanzen. Als Zunftlokale standen das Restaurant Elefant in Witikon, mit Zunftwirt René Elmer und für das Sechseläuten das Hotel Schweizerhof am Bahnhofplatz mit Zunftwirt Hans Ueli Strässle zur Verfügung.
Als Zunftspiel konnte die 
Grenadiermusik Zürich unter der Leitung von Musikdirektor René Stucki gewonnen werden. Es setzt sich aus Militärtrompetern zusammen und tritt in Kostümen der Beresinagrenadiere von 1812 auf. Beeindruckend sind der kernige Klang der reinen Blechkapelle und die imposanten Bärenfelltschakos der Musiker.
Während der ganzen Vorbereitungszeit wurden rege Kontakte mit fast allen Zünften und mit dem Zentralkomitee der Zünfte Zürichs gepflegt. Besonders intensiv waren die Kontakte mit unseren Patenzünften zur Waag (Zunftmeister Dr. Peter Welti) und Hottingen (Zunftmeister Dr. Eugen Kull). Viele Mitglieder des Gründungsvereins wurden auf andere Zunftstuben eingeladen und erhielten so eine "zünftige" Lehre.
Am 14. November 1980 war es dann endlich soweit. Die Gründungsfeier konnte stattfinden. Im Alten Kirchlein fand ein Festakt statt, an dem die Zunftgründung formell vollzogen wurde. An diesem "Hauptbott Nr. 1" nahmen neben den "Witikern" gegen 80 geladene Gäste teil.
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